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Dodo? Wie süß! Klingt wie Dodofonie…

Guten Tag, ihr Menschen!

Heute möchte ich euch etwas an’s geneigte Leserherz legen – eine Geschichte, die es einfach wert ist, erzählt zu werden (und das nun schon zum zweiten Mal…). Also, auf jeden Fall ab hier weiterlesen, okaykay?

Angefangen hat das alles im Juni 2008 mit der Hörspielserie DODO, die von Ivar Leon Menger geschrieben wurde und dann bei der Lauscherlounge in Berlin erschienen ist. Mitgewirkt bei dieser Produktion haben unter anderem Ekkehardt Belle als Erzähler, Andreas Fröhlich als Dodo, Luise Lunow als Omi und Jan-David Rönfeldt als Strom-Tom.

Ein bisschen was über Dodo: Dodo ist der Held der Geschichte und eigentlich eher ein Loser – ein junger Mann, der bei seiner Omi wohnt und jeden Tag Brennesseltee trinkt. Sein Alltag folgt einer ganz klaren Ordnung: Freitag ist Rasenmäh-Tag, Samstag ist Straßenkehr-Tag, Montag ist Wäschewaschen-Tag und so weiter. Jeden Tag eine gute Tat. Dafür bekommt er immer fünf Euro von seiner Omi. Bis ihn eines Tages ein merkwürdiger Anruf erreicht, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Nachdem er – wie jeden Freitag – den Rasen gemäht hat und mit seiner Omi einen Brennesseltee trinkt, klingelt das Telefon und eine geheimnisvolle Stimme (dem Hörer bereits als der Erzähler bekannt) bestellt ihn für den nächsten Montag um 11:11 Uhr zu einer Telefonzelle. Hier bekommt Dodo ein merkwürdiges Jobangebot: der Erzähler bietet ihm eine 5000-Euro-Sofort-Rente (davon 4000 € allein Gefahrenzulage) dafür an, dass Dodo ihm den rotgelbgestreiften Löffel beschafft. Zusammen mit dem Helferlein Strom-Tom im Bauch, der ihn mit einem Stromschlag dazu bringt, ihn zu verschlucken, macht er sich auf die Suche… und erlebt das Abenteuer seines Lebens. Auf der Reise nach und durch Lichtwiese begegnen ihnen illustre Gestalten wie die Eisfriedel, das Sperlingmädchen Elenor, Tante Hablieblieb, Elefanto sowie Muscheln mit Heimweh.

Das klingt nicht nur skurril und abgefahren, das ist sogar sehr skurril und abgefahren! Nicht umsonst ist dieses Hörspiel freigegeben ab 6 Jahren oder 2 Promille… Die Bezeichnung „Fantasy-Sci-Fi-Märchen-Hörspiel-Serien-Abenteuer“ aus einem der Trailer trifft es ganz gut. Insgesamt wurden bis 2009 vier der ursprünglich geplanten sieben Folgen als Hörspiel veröffentlicht. Seitdem herrscht leider Funkstille und alle weiteren Produktionen liegen erst einmal auf Eis – die Gründe dafür kann man nur vermuten. Auf der Fanseite bei Facebook kursieren verschiedenste Gerüchte – von Problemen finanzieller oder organisatorischer Art über persönliche Differenzen zwischen dem Label und einzelnen Mitwirkenden. Ich habe keine Ahnung und möchte da an dieser Stelle auch gar nicht weiter drüber spekulieren – Tatsache ist, dass es in nächster Zeit keine neuen Hörspiel-Folgen geben wird, was außer mir bestimmt noch jede Menge andere Dodo-Fans sehr schade finden.


Jetzt geht es jedenfalls weiter! Ivar Leon Menger hat sich zusammen mit John Beckmann daran gemacht, die ganze Geschichte aufzuschreiben. Nach und nach sollen alle sieben Teile als E-Book unter dem Serientitel „Von Lichtwiese nach Dunkelstadt“ veröffentlicht werden. Am 12. November sind nun die ersten zwei Bände bei Ivar Leon Mengers Verlag Psychothriller GmbH erschienen: Dodos Rückkehr und Dodos Suche. Das hat mich tatsächlich dazu veranlasst, mir mein allererstes E-Book anzuschaffen. Band 1 gibt es momentan zum Einführungspreis von 99 Cent bei Amazon zu kaufen. Band 2 ist für 2,99 € zu haben.

Natürlich fehlen einem im ersten Moment irgendwie die ganzen tollen Stimmen, Geräusche und Lieder aus dem Hörspiel, aber DODO funktioniert auch in geschriebener Form sehr gut. Im Gegensatz zu der vertonten Version wird im Buch aus der Perspektive von Dodo erzählt, sodass man seine Gedanken und andere Details  miterlebt. Menger und Beckmann haben in meinen Augen mit dem Ich-Erzähler Dodos Ton sehr gut getroffen – genauso würde ich ihn mir vorstellen. Nicht für eingefleischte Dodo-Fans sehr lesenswert… diese Geschichte ist einfach gutgut und ich freue mich wirklich sehr, dass sie doch irgendwie noch zu Ende erzählt werden kann!

Kaufen. Lesen. Hören. Toll finden. Okaykay?

Aber Achtung: bei dieser Serie besteht wirklich akute Suchtgefahr – dass mir hinterher keine*r ankommt und sagt, ich hätte ihn/sie nicht gewarnt!

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