… nimmt dieses Projekt hier Form und Gestalt an. Designtechnisch werde ich noch ein wenig basteln und hoffentlich mit der tatkräftigen Unterstützung vom weltbesten Moritz etwas Schönes zaubern.

Zum Einstieg versuche ich vielleicht schon einmal die Frage zu beantworten, die sich Leserattten, Bücherwürmer und andere bibliophile Lebewesen bei der ersten Begegnung immer zuerst stellen: was liest du denn eigentlich so?

Ich habe stets Schwierigkeiten, diese Frage wirklich gut (und zu meiner eigenen Zufriedenheit) zu beantworten, weil ich mich eigentlich nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen kann/möchte. In solchen Momenten fallen mir natürlich auch längst nicht alle Bücher ein, die ich gerne gelesen habe oder erwähnenswert finde. Wenn ich mein Bücherregal, das schön ordentlich nach Kategorien sortiert ist (und eigentlich das einzige, was man ordentlich nennen kann in meinem Zimmer…), gerade einmal zu Rate ziehe, sagt es mir folgendes:

  • Literatur an sich – unmöglich, das genauer zu definieren, ich weiß. Bei manchen Sachen, hauptsächlich bei den Klassikern wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Thomas Mann sind sich die meisten Leute sehr einig, das ist wirklich wichtige Literatur (und typische Lektüre für den Deutsch-Leistungskurs…). Bei anderen ist die Frage nach der literarischen Qualität stark umstritten, es herrscht kein absoluter Konsens über den Begriff der Literatur. Und ich werde das an dieser Stelle auch ganz bestimmt nicht festlegen.
  • Romane im weitesten Sinne, gern gelesene Autoren von mir sind hier John Irving, Jostein Gaarder, Sibylle Berg, Jonathan Safran Foer, Daniel Kehlmann, Jakob Hein, John Green, Erlend Loe, Nick Hornby, Sten Nadolny, Milan Kundera, und so weiter und so fort.
  • Sachbücher, wie der „Baader-Meinhof-Komplex“ von Stefan Aust, Derrick Jensens „Endgame“ und „Ich bin eine seltsame Schleife“ von Douglas Hofstadter.
  • Fantasy – J.R.R. Tolkien, Christoph Marzi, Joanne K. Rowling, Ralf Isau, Philip Pullman. Case closed.
  • sonstige Belletristik…

..wobei das letzte Genre die wenigsten Bücher umfasst. Sogenannte Trivialliteratur verdamme ich nicht von vornherein, lese generell aber schon eher „anspruchsvollere“ Sachen (was auch immer das jetzt heißt). Krimis sowie romantische und humoristische Romane sprechen mich in den allerseltensten Fällen wirklich an (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel). Fantasy habe ich früher sehr gerne gelesen, hauptsächlich High und Contemporary Fantasy. In dieser Hinsicht haben sich meine Lesegewohnheiten allerdings sehr stark verändert, daher beschränkt sich mein aktueller „Fantasy-Konsum“ auf das Wiederlesen meiner persönlichen Klassiker so dann und wann.

Ich mag gerne merkwürdige, tiefgründige Geschichten. Ich brauche keine großartige Handlung, keine großen Ereignisse, ich bevorzuge eigenartige Figuren, die man kennenlernt und die einen immer wieder überraschen. Mir gefallen Geschichten, die genauso passiert sein könnten und trotzdem total unrealistisch sind. Erzählungen, die mich mitreißen und zum Nachdenken bewegen, gleichermaßen Kopf und Herz anregen. Geschichten, die gespickt sind von kleinen, wertvollen Sätzen, die da bleiben; wie kleine Perlen, versteckt im Inneren des Buches, und die man, sind sie erst einmal entdeckt, in der Hand behalten darf, für schlechte Zeiten.

Bevor ich mich nun in meine letzte Nacht als 20-jährige verabschiede (und ich denke, ich kann mir dabei keine bessere Begleitung vorstellen als Justus, Peter und Bob), möchte ich hier an dieser Stelle schon mal eine Ankündigung machen.
Als erster wirklich themenbezogener Eintrag erwartet die Welt hier höchstwahrscheinlich demnächst eine kleine (vielleicht auch größere) Rezension zu dem Thriller-Hörbuch „Terminal 3 – Sterben hat seine Zeit“ von John Beckmann, entstanden unter der Regie des großartigen Ivar Leon Menger.

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